die Familie von Jelena Pachomowa


Lena Pachomova hatte durch ihre ehrenamtliche Arbeit bei der Minsker Stiftung "Den Kindern von Tschernobyl" Kontakte zu verschiedenen Waisenhäusern. Dabei stellte sie fest, dass es immer wieder Kinder gab, die sich in den Waisenhäusern nicht integrieren konnten. Aufgrund verschiedener Verhaltensauffälligkeiten wurden diese Kinder häufig "abgeschoben".
Jelena und ihre Kinder Schließlich entschloss sich Lena Pachomova, einige dieser Kinder zu sich zu nehmen. Sie gab ihren Beruf auf und nahm 1995 nach und nach sechs sehr schwierige Kinder auf und bildete mit ihnen eine Familie. Im Laufe der Jahre sind weitere Kinder dazu gekommen, zeitweilig hat Lena bis zu 12 Kindern ein neues Zuhause gegeben. Einige ältere Kinder haben die Familie inzwischen verlassen und stehen auf eigenen Beinen.
Lena Pachomova ist eine ungewöhnliche Frau. Wenn man sie kennen lernt, fällt sofort ihre stille Bescheidenheit auf. Alles, was sie für "ihre" Kinder tut, macht sie mit großer Selbstverständlichkeit, Entbehrungen und Anstrengungen begegnet sie mit viel Phantasie, Geduld und Beharrlichkeit.
Außergewöhnlich ist zudem ihr pädagogisches Geschick, mit dem sie ihren Kindern hilft, die schlimmen persönlichen Erlebnisse in ihrer Vergangenheit zu bewältigen. Sie ermutigt ihre Kinder mit viel Liebe und Geduld, wieder Vertrauen aufzubauen und sich zu eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln.

die Familie von Rita und Sergej Kundikov


Familie Kundikov Rita und Sergej Kundikov leben in Klichev im Mogilower Gebiet. Der erste Kontakt zu dieser Familie kam auf Vermittlung unserer Partnerinitiative in Bychow zustande. Zu diesem Zeitpunkt hatte Familie Kundikov bereits acht Kinder aus Waisenhäusern bei sich zu Hause aufgenommen.
Rita, Sergej und ihre Kinder Im Laufe der Jahre ist die Familie durch die ständige Aufnahme weiterer Kinder stark angewachsen, 2004 gab es insgesamt 20 Familienmitglieder. Einige der älteren Kinder stehen inzwischen auf eigenen Füßen, im Sommer 2004 gab es die erste Hochzeit und ein erstes "Enkelkind" wurde bereits geboren.
Im Laufe der Jahre musste das Haus erweitert werden, und der Garten, der auch der Selbstversorgung dient, vergrößert werden. Die Familie hält zudem allerlei Tiere, es gibt Hühner, Kaninchen, Schweine, eine Kuh sowie etliche Katzen und Hunde. Durch die vielen Familienmitglieder geht es bei Familie Kundikov immer sehr lebhaft zu.
Bemerkenswert ist, dass sich die älteren Kinder intensiv um die kleineren "Geschwister" oder die Neuankömmlinge kümmern, um ihnen den Einstieg in die Großfamilie zu erleichtern.
Als wir im April 2004 die Familie besuchten, hatte sie kurz zuvor drei Geschwisterkinder aus der Ukraine aufgenommen, deren Mutter bei einem Autounfall in Belarus ums Leben gekommen war, der Vater war bereits vorher schon verstorben.

das Jugendzentrum in Bychow


Viele der "Tschernobylkinder", die zur Erholung in Düsseldorf gewesen sind, sind inzwischen erwachsen oder im Teenageralter. Für diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen gibt es auf dem Land keine Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Es besteht - nicht zuletzt aus Mangel an Arbeit - die Gefahr, dass aus Langeweile zum Alkohol gegriffen wird.
In einer Wohnung in Bychow wurde deshalb ein Jugendzentrum eingerichtet. Hier können die Jugendlichen gemeinsam alles das tun, woran sie Freude haben: Musik hören, musizieren, ggf. Musikinstrumente spielen lernen, ihre traditionellen Tänze einstudieren, Fremdsprachen lernen, kochen, basteln oder einfach nur miteinander reden. Hier werden aber auch Aktionen geplant und durchgeführt wie z.B. die Unterstützung alter und kranker Menschen.

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