Das Herz der Initiative - unsere Gasteltern


Ohne das fortwährende Engagement unserer Gasteltern-Gemeinschaft wäre keine Kindererholung durchführbar. Auch wenn das öffentliche Interesse an der Tschernobyl-Katastrophe und deren Folgen leider deutlich zurückgegangen ist (siehe auch warum heute noch?) ist es bisher gelungen, jedes Jahr ca. 30 Kindern einen dreiwöchigen Erholungsaufenthalt in Düsseldorf zu ermöglichen.
Dass dies so weitergehen kann, können Sie unterstützen.

Bitte beachten Sie auch unsere Rubrik "Erfahrungen - Gasteltern schreiben für Gasteltern"

Was muss ich tun, was wird von mir erwartet?


Die Gasteltern verpflichten sich, jeweils zwei Mädchen oder zwei Jungen für drei Wochen bei sich zu Hause aufzunehmen. Sie bringen die Kinder montags bis freitags zwischen 8.00 und 8.30 Uhr ins Gemeindehaus der Kath. Kirchengemeinde St. Maria Königin, Tiefenbroicher Weg 4, in Düsseldorf-Lichtenbroich.
Dort werden die Kinder von Mitarbeitern/-innen des Vereins und weißrussischen Pädagogen/-innen und Begleitern/-innen betreut.
Die Gasteltern holen die Kinder zwischen 17.00 und 17.30 Uhr (freitags zwischen 14.00 und 14.30 Uhr) dort wieder ab.

Die übrige Zeit sowie die Wochenenden und evtl. Feiertage verbringen die Kinder innerhalb der deutschen Familien.
Schön wäre es - ist aber nicht Voraussetzung - wenn es in der deutschen Gastfamilie auch Kinder gibt, weil sich die Kinder untereinander erfahrungsgemäß trotz der verschiedenen Sprachen sehr gut verständigen und schnell von einander lernen.
Im Einzelfall ist es auch möglich, dass allein Erziehende Kinder aufnehmen. Grundsätzlich ist von Bedeutung, dass Sie Interesse an Kindern und Verständnis für sie haben, sie in ihrer Individualität und Mentalität akzeptieren und ihnen Zuneigung als "Gastmutter" und "Gastvater" entgegenbringen können.

Die Entscheidung, zwei Kinder aufzunehmen, sollte die ganze Familie gemeinsam treffen. Denn diese Entscheidung bedeutet Veränderungen im täglichen Leben, aber sie bietet auch die Möglichkeit, mit den "Gastkindern" wertvolle neue Erfahrungen zu machen und sich an ihrem Aufblühen, an ihrem Vertrauen und ihrer Entwicklung innerhalb der drei Wochen zu erfreuen.

Worauf sollte ich achten, was sollte ich nicht tun?


Bitte überhäufen Sie die Kinder nicht mit Geschenken und überfordern Sie sie nicht mit "Programm"! Bedenken Sie, dass die Kinder in erster Linie hier sind, um sich zu erholen und ihr Immunsystem zu stärken. Ubermäßiges Verwöhnen sollte deshalb - auch im Hinblick auf die eigenen Kinder - unterbleiben.

Schön ist es, wenn Sie die Kinder in ihr normales Familienleben einbeziehen. Besondere Anschaffungen sind nicht erforderlich, da die Kinder über den Verein Kleidung und Schuhe erhalten. In der Woche werden gemeinsame Ausflüge unternommen und viele verschiedene Aktivitäten angeboten. Deshalb reicht es beispielsweise aus, am Wochenende evtl. ins Schwimmbad (immer sehr beliebt) oder auf den Spielplatz zu gehen.

Grundsätzlich gilt: behandeln Sie die Kinder so, wie Sie ihre eigenen Kinder behandeln. Bitte denken Sie daran, dass fast alle Kinder aus einem kleinen Dorf bzw. einer Kleinstadt und eher aus sehr ärmlichen Verhältnissen kommen, auch wenn sie dies aus naheliegenden Gründen oft anders darstellen. Die Lebensumstände in Weißrussiand unterscheiden sich grundlegend von unseren. Unser Lebenstandard ist ihnen vollkommen fremd.

Wie kann ich mich mit den Kindern verständigen?


Zunächst einmal mit "Händen und Füßen". Falls eigene Kinder in der Familie sind, funktioniert die Verständigung so ganz ausgezeichnet. Einige wenige Kinder lernen in der Schule englisch.

Wir stellen Ihnen ein Infoblatt (auch online) zur Verfügung, auf dem die wichtigsten Fragen, Antworten und Sätze auf deutsch und russisch aufgeführt sind. Zudem haben wir erprobte und zuverlässige Dolmetscher, die jederzeit erreichbar sind. Mit Hilfe der Dolmetscher können Sie auch die ein oder andere gezielte Frage nach den Familienverhältnissen, Hobbys, Interessen usw. klären.

Erfahrungsgemäß tauchen manchmal Unstimmigkeiten zwischen den Angaben der Kinder und denjenigen, die sie von ihren Betreuern/-innen erhalten, auf. Dies liegt oft daran, dass die Kinder eine "geschönte" Sicht ihrer Lebensverhältnisse wiedergeben, weil sie sich schämen und ungern ihre schwierigen Lebensumstände offenbaren möchten.
Schließlich wollen sie und ihre Eltern einen guten Eindruck hinterlassen.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?


Die Kinder sind über den Verein versichert (Kranken-, Haftpflicht und Unfallversicherung). Die Reisekosten sowie die Kosten für Ausflüge, das Angebot an Spielsachen usw. werden ebenfalls übernommen. Es fallen für Sie also nur die Kosten für die Ernährung und evtl. kleinere Unternehmungen an, für ein Eis oder ein kleines Souvenir (z.B. ein kleines Fotoalbum mit Bildern Ihrer Familie und Schnappschüssen aus den gemeinsamen Wochen).

Wie alt sind die Kinder, wie werden sie ausgewählt?


Die Kinder sind zwischen 9 und 12 Jahren alt. Die meisten kennen sich untereinander, da möglichst ein bis zwei komplette Schulklassen eingeladen werden. Die Kinder kommen aus der Kreisstadt Bychow bzw. aus den umliegenden Dörfern (Gebiet Mogilow).

Sie sind nicht akut erkrankt, sondern leiden unter einem schwachen Immunsystem. Sie müssen sich deshalb auch keine Sorgen machen, dass die Kinder "strahlen" und damit Sie und Ihre Familie in Gefahr bringen könnten, dies ist nachweislich ausgeschlossen.

Die Auswahl der Kinder erfolgt in enger Abstimmung mit unserer Partnerinitiative in Bychow. Jedes Kind wird von uns nur einmal eingeladen, um möglichst vielen Kindern die Chance zu geben, wenigstens einmal im Leben einen Erholungsaufenthalt im Ausland zu erhalten.

Einige Wochen vor ihrer Reise nach Düsseldorf besuchen wir die Kinder und ihre Familien vor Ort im Rahmen unserer Gastelternreise, lernen einander kennen und bauen somit erstes Vertrauen auf. Wir bereiten die Kinder und ihre Eltern bei diesem Treffen auf die Reise nach Düsseldorf vor.

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